Strafverteidigung

Im Rahmen der Strafverteidigung gilt es, die Rechte des Beschuldigten gegen die Staatsgewalt zu schützen und durchzusetzen, denn

  • "im Strafverfahren bringt der Staat gegen persönliche Freiheit und Vermögen des Einzelnen seine Machtmittel
  • mit einer Wucht zum Einsatz wie in keinem anderen Bereich des gesellschaftlichen Lebens."

  • (Dahs in: "Handbuch des Strafverteidigers", 7. Aufl., Rdnr. 1).


Strafverteidigung ist auf den Schutz des Beschuldigten vor Strafverfolgung ausgerichtet. Strafverteidiger treten der Verfolgung des Strafanspruchs durch den Staat entgegen. Sie haben über die Gesetzlichkeit des Verfahrens zu wachen und eine sachgerechte Verteidigung des Mandanten zu gewährleisten.

Der Beschuldigte in einem Strafverfahren hat das Recht auf Verteidigung. Er hat in jeder Lage des Verfahrens das Recht, sich durch eine Rechtsanwältin verteidigen zu lassen. Strafverteidiger sind Parteivertreter und vertreten ausschließlich die Interessen ihrer Mandanten. Sie werden einseitig zum Schutze ihrer Mandanten tätig und verteidigen sie gegen die staatliche Strafverfolgung. Hierbei ist es unerheblich, ob der gegen den Mandanten erhobene Vorwurf zutreffend ist oder nicht.

Rechtsanwälte unterliegen der Schweigepflicht. Die Verschwiegenheitspflicht erstreckt sich auf alles, was den Rechtsanwälten in Ausübung ihres Berufs anvertraut oder ihnen bei Gelegenheit ihrer Berufsausübung bekannt geworden ist. Verletzt die Rechtsanwältin ihre Schweigepflicht, macht sie sich strafbar. Der Mandant soll sich im Vertrauen auf die Verschwiegenheit unbesorgt seiner Verteidigerin anvertrauen können.

Den Kampf um die Rechte unseres Mandanten und die konsequente Verfolgung seiner Interessen sehen wir ebenso als unsere Aufgabe an, wie die intensive Betreuung unserer Mandanten in dieser schwierigen Lebenssituation. Wir schützen die Rechte und Interessen unserer Mandanten durch Beratung, Anleitung, Beistand, Vertretung und Verteidigung. Unser Ziel ist es, die Belastung durch das Verfahren möglichst gering zu halten, den bestmöglichen Verfahrensausgang zu erreichen und Untersuchungshaft sowie etwaige berufs- und ausländerrechtliche Folgen möglichst zu vermeiden.

Als Beschuldigter eines Strafverfahrens haben Sie ein Schweigerecht und das Recht zur Verteidigerkonsultation. Diese Rechte sollten Sie grundsätzlich unbedingt in Anspruch nehmen und keinerlei Angaben gegenüber Polizei, der Staatsanwaltschaft oder dem Gericht machen.

Grundsätzlich gilt: Verweigern Sie die Aussage und verlangen Sie, mit einem Rechtsanwalt sprechen zu können!!!